Presse

Gewässerökologie Jährliches Bachforellensterben nicht durch Umweltschadstoffe ausgelöst

Intensive Forschung deutet auf unbekanntes Virus als Ursache hin
+++ Jedes Jahr im Spätsommer setzt in den voralpinen Fließgewässern in Bayern, Österreich und der Schweiz ein massives Bachforellensterben ein. Die Ursache ist wahrscheinlich ein noch unbekanntes Virus. Zu diesem Ergebnis kamen das Landesamt für Umwelt (LfU) und der Landesfischereiverband Bayern e.V. (LFV) nach über zehnjährigen intensiven Forschungen an einer Versuchsanlage in Kempten. „Wir haben unterschiedlichste Untersuchungsstrategien verfolgt. Mittlerweile scheinen wir der Ursache für das mysteriöse Sterben einen Schritt näher gekommen zu sein“, so Claus Kumutat, Präsident des LfU, heute in Wielenbach. Albert Göttle, Präsident des LFV, betonte: „Zu Beginn mussten alle Beteiligten echte Detektivarbeit leisten. Schließlich gab es keinerlei Anhaltspunkte für die Ursache des jährlichen Bachforellensterbens.“ Im Laufe der Untersuchungen hat sich gezeigt, dass wahrscheinlich ein noch unbekanntes Virus in Kombination mit der speziellen genetischen Veranlagung der Bachforelle verantwortlich ist. Kumutat: „Umweltschadstoffe und Pflanzenschutzmittel sind definitiv nicht die Ursache.“ Weiter Lesen






Fotos Avi Christopher 20.12.2012 11.30



Erster Lachsfang in Basel seit 50 Jahren 10.10.08

Am vergangenen Sonntag kam es zu einer kleinen Sensation. In Basel im Rhein wurde der erste Lachs seit 50 Jahren gefangen. Nach genauen Abklärungen mit dem Bundesamt für Umwelt wurde bestätigt, dass es sich bei dem Fisch tatsächlich um einen Atlantischen Lachs (Salmo salar) handelt.


Fischer Thomas Wanner mit seinem stolzen Fang.
Bild: Olivier Schmidt, Naturhistorisches Museum Basel

Der Fang gelang dem Basler Hobbyfischer Thomas Wanner. Das Tier dürfte durch die Schifffahrtsschleusen rheinaufwärts an den Ort gewandert sein, an dem es 2005 oder 2006 ausgesetzt worden war. Fachleute nehmen dies als Beweis dafür, dass sich Lachse in der Schweiz wieder ansiedeln könnten, sobald die letzten Flusskraftwerke unterhalb Basels mit Fischpässen ausgestattet sind.

Thomas Wanner aus Basel fischte am 5. Oktober unterhalb der Schwarzwaldbrücke im Rhein. Kurz vor sechs Uhr abends schlug seine Angelrute kräftig aus, die Rolle begann laut zu surren; ein Zeichen, dass ein grösserer Fisch angebissen hatte.

Olivier Schmidt, Sammlungsverwalter am Naturhistorischen Museum Basel und selbst passionierter Fischer, beobachtete zufälligerweise auf seinem Sonntagsspaziergang Wanner und sein Ringen mit dem Fisch. Schmidt eilte ihm zu Hilfe und stieg kurz entschlossen in den Rhein, um den Fisch aus dem Wasser zu holen. Erst jetzt konnten die beiden Angler den Fang betrachten. „Wir trauten unseren Augen kaum", berichtet Oliver Schmidt, „ein Lachs im Rhein? Oder handelte es sich bei dem gut 90 Zentimeter langen Fisch einfach um eine besonders grosse Forelle?"

Gleich nachdem Schmidt den Fisch mit seiner Handykamera fotografiert hatte, wurde er vorschriftsgemäss wieder schwimmen gelassen. Am Montag 6. Oktober bestätigte das Bundesamt für Umwelt gegenüber Schmidt, dass es sich bei diesem Fang tatsächlich um einen Atlantischen Lachs handelt.

Auch das Bundesamt für Umwelt BAFU freut sich über die erste nachgewiesene Rückkehr eines Lachses aus der Nordsee in die Schweiz. Seit den 1980er-Jahren hat sich die Wasserqualität im Rhein dank vereinter Anstrengungen der Anliegerstaaten (Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und die Schweiz) stark verbessert. Es wurden verschiedene Revitalisierungsmassnahmen ergriffen, um das Ökosystem des Rheins und seine frühere Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten wiederherzustellen. So konnte der Lachs einen Teil der Zuflüsse der unteren Rheinabschnitte (beispielsweise die Sieg in Deutschland) erfolgreich wiederbesiedeln.

Allerdings werden die Lachse bei ihrer Wanderung stromaufwärts etwa 150 Kilometer nördlich von Basel durch mehrere Flusskraftwerke, die noch nicht über Fischpässe verfügen, am Weiterkommen gehindert. Bei zwei dieser Kraftwerke ist der Bau solcher Anlagen bereits beschlossen. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedstaaten der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) sucht die Schweiz gegenwärtig nach Lösungen, um auch die restlichen Barrieren zu beseitigen.

Weiter stromaufwärts finden sich in der Schweiz geeignete Laichgebiete, insbesondere nach der Revitalisierung der Birs. Das nun gefangene Lachsweibchen könnte dort in den kommenden Monaten laichen. Laut Willy Geiger, Vizedirektor des Bundesamtes für Umwelt, ist die Kraft der Natur unsere Verbündete. Es reiche nämlich aus, passierbare Flüsse und einigermassen günstige Lebensraumbedingungen zu schaffen, damit sich die Arten in den erneut zugänglichen Gebieten rasch wieder ansiedeln.

Ursprünglich war der Lachs in Aare, Reuss, Limmat, Birs, Wiese, Thur und Saane sowie in deren Zuflüssen heimisch. Im Jahr 1915 wurden allein im Kanton Aargau mehr als 1000 Lachse gefangen. Durch den Bau von Flusskraftwerken entlang des Hochrheins wurden die Fische jedoch daran gehindert, bis zu ihren Laichgebieten aufzusteigen. Ende der 1950er-Jahre verschwanden die Lachse vollends aus den Schweizer Gewässern. In Basel gingen bis in die dreissiger Jahre pro Jahr durchschnittlich 120 Lachse ins Netz, danach nahmen die Fänge ab. Ab 1958 wurde in Basel gar kein Lachs mehr gefangen. Seit 1984 gibt es Bemühungen den Lachs in Basel wieder anzusiedeln.

Das Naturhistorische Museum Basel zeigt seit dem 12. September 2008 die kleine Vitrinenausstellung „Lachs in Basel". Die Ausstellung, die bis 1. Februar 2009 läuft, zeigt die Geschichte des Lachsfangs vom 19. Jahrhundert bis Mitte 20. Jahrhundert. Zudem werden die neusten Wiederansiedlungsprojekte vorgestellt.


 
World Record Size Piranha
Amazonas 27.5.08




22.03.2008

MIAMI (USA) – Diesen Unfall kann es eigentlich gar nicht geben: Wie dieser Stachel-Rochen eine Frau killte. In einem Boot!

Die Frau (55) war am Sonnenbaden an Bord ihrer schmucken Jacht. Südlich von Miami. Sie genoss mit ihrem Mann und ihren Kindern den herrlichen Tag. Bis dieser Mega-Stachelrochen sich aus dem Wasser katapultierte und mit voller Wucht auf den Kopf der Frau fiel!

«Alles deutet darauf hin, dass sie durch den Zusammenprall mit dem gefleckten Adlerrochen starb», sagte Jorge Pino von der örtlichen Wildschutz-Behörde. Im Spital konnte dann nur ihr Tod festgestellt werden, berichtet der US-Nachrichtensender «CNN».

Dass Stachelrochen aus dem Wasser springen können, speziell, wenn sie verfolgt werden, ist bekannt. «Aber dieses ist der verrückteste Unfall, von dem ich je gehört habe!», sagte ein geschockter Jorge Pino. Der Rochen, der die arme Frau tötete, wog immerhin 35 Kilo.

 


19. März 2008

19,6-Kilo-Lachs vor Rügen aus dem Wasser gezogen



Kap Arkona - Vor Rügen ist der größte jemals in deutschen Gewässern geangelte Lachs aus der Ostsee gezogen worden. Der Atlantische Lachs wiegt 19,6 Kilogramm und ist 1,27 Meter lang, wie das Serviceteam Bodden-Angeln am Dienstag der AP sagte. Der außergewöhnliche Fang gelang dem Greifswalder Malermeister Gunnar Schmidt bei einer geführten Schleppangeltour vor Rügen bei Kap Arkona. Nach einem 30-minütigen Kampf und mit tatkräftiger Hilfe seines Bruders hatte Schmidt den Riesenfisch an Bord.

Seit dem Vorjahr hielt Jens Kung aus Rostock mit einem 1,14 Meter langen 18-Kilo-Lachs den deutschen Artenrekord. Obwohl der Wildlachs als ausgesprochene Delikatesse gilt, soll der jetzige Prachtfisch nicht verspeist, sondern gefriergetrocknet und im Ganzen präpariert werden, wie Schmidt ankündigte.

 

16.03.08 Alpenrhein-Regenbogenforelle, 6,8 Pfund, 74 cm

Jonny Buschauer aus Zizers schreibt: «Bei kühlen, aber idealen äusseren Bedingungen versuchte ich am 16. Februar frühmorgens zusammen mit Armin Sohler und meinem Bruder Sepp die eine oder andere der spärlich im Bündner Rhein vorhandenen Forellen zu überlisten. Unterhalb der Untervazer Brücke machten wir es uns gemütlich. Am Mittag läutete "das Telefon" heftig. Der kurze Drill war spektakulär. Mit Sprüngen und Saltos versuchte die Grosse den Haken am dünnen 0,20er-Mono abzuschütteln. Doch mein Bruder Sepp konnte sie rasch feumern. Er hatte nur wenige Tage zuvor an seinem ersten Fischertag nach der Prüfung zum Sportfischer-Brevet eine 49er erwischt. Glücklicherweise gibts bei uns vereinzelt Bodensee - Regenbögler, sonst müssten wir die Fischerei hier aufgeben! Fanggerät: Zebco Matchrute, Shimano Stradic Wurm.»

 

MOUNT HOLLY (USA) – Kein Anglerlatein: Statt den Fisch fürs Abendessen, zog Jerry Melton ein zähnefletschendes «Monster» aus dem Catawba-Fluss.

erry Melton (46) wollte ein leckeres Fischmahl zubereiten und ging mit diesem Ziel angeln. Und er hatte auch schnell Glück: Ein Fisch biss gleich an. Doch als Melton diesen aus dem Wasser zog, erschrak er nicht schlecht: Der Fisch zeigte seine messerscharfen Zähne und ging zum Angriff über, indem er sich ins Messer des Hobbyanglers verbiss.

Angesichts solch schäumender Wut, die einheimischen Fischen fremd ist, brachte Melton den Fisch den Behörden. Und die stellten fest: Es ist ein Piranha. Der im Catawba-Fluss wirklich ganz fehl am Platz war. Vielmehr sollte er in südamerikanischen Gewässern in Schwärmen mit seinen Artgenossen herum schwadern.

Es wird vermutet, dass jemand den Fisch als Haustier gehalten hatte und dann im Fluss aussetzte. Das sei sehr verantwortungslos, denn so könnten die heimischen Fische in diesem Ökosystem ernsthaft geschadet werden, hiess es von Seiten der Fischereibehörde.

«Ich angle schon mein ganze Leben in diesem Fluss. Aber wenn du so was heraus ziehst, dann fragst du dich wirklich, was hier noch alles so herumschwimmt», sagte Melton gegenüber «USA Today». Der Fisch habe bei seiner rabiaten Attacke sogar Abdrücke auf der Klinge seines Taschenmessers hinterlassen, sagte Melton – dies klingt hingegen mehr nach Anglerlatein, welches bei solchen Geschichten für den richtigen Biss sorgt. (gux)

Der Schweizerische Fischerei­Verband (SFV) ist bestürzt und empört über den Beschluss des Bundesrats, die mit mehr als 160‘000 Unterschriften versehene Renaturierungsinitiative „Lebendiges Wasser“ ohne Gegenvorschlag abzulehnen. Die Landesregierung gefährdet mit diesem Beschluss nicht nur den Vollzug geltenden Gewässerschutzrechts, sondern auch die Lebensräume und Vielfalt von in Fliessgewässern lebenden Tier­ und Pflanzenarten. Der Schweizerische Fischerei­Verband (SFV) erinnert als Initiant an die Tatsache, dass mit dem Volksbegehren „Lebendiges Wasser“ im Wesentlichen nur der Vollzug des Verf assungsauftrags von 1975 und des 1992 vom Schweizervolk mit Zweidrittelmehrheit gutgeheissenen Gewässerschutzgesetzes durchgesetzt werden soll.

Der durch die Initiative aufgebaute politische Druck soll die säumigen Kantone dazu anhalten, sich endlich der Renaturierung bzw. Sanierung beeinträchtigter Gewässer und ihrer Uf erbereiche anzunehmen, wie dies im Gewässerschutzgesetz verlangt wird. Ausserdem sollen sie verpf lichtet werden, den für den Lebensraum Fliessgewässer vitalen, durch die unzähligen Stauhaltungen unterbrochenen Geschiebehaushalt zu reaktivieren und die schädlichen Auswirkungen der durch den Kraf twerkbetrieb verursachten, unnatürlichen Pegelstandschwankungen (Schwall/Sunk) zu minimieren. Dass sich die Landesregierung mit der Ablehnung der Initiative „Lebendiges Wasser“ gegen den Vollzug längst bestehender Vorschrif ten sträubt, ist f ür den SFV in keiner Weise nachvollziehbar. Ebenso wenig nachvollziehbar ist die bundesrätliche Kehrtwendung: Ein vom Vorsteher des UVEK an der Bundesratssitzung vom 30. Mai eingebrachter Gegenvorschlag, der offenbar nur zwecks zusätzlicher Abklärungen zurückgewiesen wurde, erwies sich urplötzlich als nicht mehr akzeptabel!

Keine Mehrkosten
Angesichts der Tatsache, dass die von Pro Natura, WWF und Schweizerischer Greina­ Stif tung mitgetragene Initiative „Lebendiges Wasser“ vor allem die Respektierung geltenden Rechts verlangt, entstehen grundsätzlich keine Mehrkosten. Ein Drittel bis die Hälf te der durch Sanierungs­ und Renaturierungsmassnahmen verursachten Auf wendungen wird ohnehin durch Hochwasserschutzprojekte ausgelöst. Zur Deckung der Restkosten schlägt die Initiative die Schaffung zweckgebundener Fonds nach dem Vorbild des 1998 vom Berner Volk beschlossenen kantonalen Renaturierungsfonds vor. Diese als „Berner Modell“ bekannt gewordene, anerkanntermassen äusserst erf olgreiche Spezialf inanzierung wird durch einen zehnprozentigen Anteil der kantonalen Wasserrechtszinsen der Kraftwerkbetreiber sichergestellt. Die SFV­Initiative lässt aber auch alternative Finanzierungsmodelle ohne Wasserrechtszinsanteile zu. Sie führt – entgegen anderslautenden Prognosen – auch zu keinen über die gesetzlichen Vorschrif ten hinaus gehenden Stromproduktionseinbussen

  • Montag, 26. Februar 2007

    Den Nasen bessere Bedingungen

    WWF Schweiz und die regionalen Fischer wollen das grösste Laichgebiet im Kanton aufwerten

    Balgach. In der Rietach bei Dreibrücken laichen womöglich die letzten Nasen im Kanton St. Gallen. WWF und Fischereiverein wollen den Lebensraum und Laichplatz dieser selten gewordenen Fische aufwerten.

    René Schneider

    «Der Nase nach» heisst ein aktuelles Projekt des WWF Schweiz. Die selten gewordene Fischart soll bis 2015 in ein paar ihrer traditionellen Lebensräume zurückkehren. Dazu sollen Flussgebiete mit Nasen-Beständen und -Laichplätzen ökologisch aufgewertet werden. In den Fischerei-Fachzeitschriften suchte WWF-Projektleiter Martin Huber Anfang Jahr über Fischer und andere Kenner der Schweizer Gewässer Hinweise auf Nasen und deren Laichplätze. Fischer Wisi Langenegger vom Fischereiverein Mittelrheintal meldete dem «Nasen»-Projektleiter des WWF in Bern im Mündungsgebiet der Rietach in den Binnenkanal «den vermutlich grössten Bestand an Nasen im Kanton St. Gallen».

    Binnenkanal und Rietach

    Letzte Woche besuchte Projektleiter Martin Huber den Einfluss der Rietach in den Binnenkanal bei Dreibrücken. Fischer Wisi Langenegger erinnert sich: «Vor vierzig Jahren, zu meiner Zeit als Jugendfischer, war die Rietach schwarz vor lauter Nasen.»

    Laichgebiet verbessern

    Jetzt seien diese Fische zwar noch heimisch, aber stark dezimiert. Doch seien die Rietach und vermutlich auch der Binnenkanal im Mündungsgebiet der Ach Laichgebiet der inzwischen schweizweit vom Aussterben bedrohten und darum geschützten Fischart.

    Fischereiverein und WWF suchen jetzt Wege und Möglichkeiten, das Nasen-Laichgebiet bei Dreibrücken zu verbessern und aufzuwerten. Die Fische schwimmen gemäss Beobachtungen der Fischer jedes Frühjahr im Binnenkanal vom Bodensee zum Laichen nach Dreibrücken hoch. Oberhalb der Rietach-Mündung seien kaum mehr Nasen zu finden, sagt Wisi Langenegger. Warum das so ist, wisse niemand.

    Geprüft werde jetzt, wie das Laichgebiet verbessert werden könnte. Erwogen werden allgemeine Renaturierungs-Massnahmen im Mündungsgebiet der Rietach in den Binnenkanal, aber auch Ausbaggerungen, um den seltenen Fischen bei Niedrigwasser und hohen Wassertemperaturen kühle Unterschlupfe zu bieten.

  • Der Binnenkanal wird Lebendig
  • Rheintaler Binnenkanal bei Rüthi