Präsidentenbericht über das Vereinsjahr 2009

 

Liebe Vereins- und Ehrenmitglieder,liebe Gäste

Als erstes möchte ich mich bei allen Anwesenden für euer Erscheinen bedanken.

Das vergangene Vereinsjahr war vermutlich eines der ereignisreichsten der letzten Jahre. Anfang 2009 wurde die neue Fischereiverordnung in Kraft gesetzt,  welche für sehr viel Unruhe unter den Vereinen und Mitgliedern sorgte. Sogar grenzüberschreitend gab es laute und nicht immer konstruktive Diskussionen. E-Mail über E-Mail wurden hin und her geschickt bis das ganze eskalierte, vor allem zwischen dem Vorarlberg und dem Kanton St.Gallen. Mit dem Fürstentum Liechtenstein und dem Kanton Graubünden gab es keine Probleme. Einen Auszug der wichtigsten Aenderungen kann bei mir bezogen werden.

Auf einen Punkt möchte ich jedoch noch tiefer eingehen.

Stichwort : Forellenschonzeit

Ja, es ist richtig das sich der Vorstand des RFV gegen eine Verlängerung der Forellensaison auf Ende Oktober ausgesprochen hat ,nein, es ist falsch, wie oftmals behauptet, dass unser Vertreter ,Christoph Hartmann, sich beim Kanton nicht durchsetzen konnte. Wir sind der Meinung dass wir unseren schönen, aber nicht speziell großen Forellenstamm, nur forcieren können wenn wir ihn so gut wie möglich schützen. Was bringt die ganze Renaturierung der Bacheinläufe in den Rhein, für welche wir uns immer wieder einsetzen und stark machen,  wenn die meisten Fische schon weggefangen werden bevor sie eingestiegen sind und man ihnen keine Chance zum Ablaichen gibt?Schlussendlich sind wir alle ja keine Pfannenfischer, sondern  wollen uns auch in den  nächsten Jahren an unserem einmaligen Forellenstamm erfreuen Ich jedenfalls, für meinen Teil, möchte meinem Sohn in 10 Jahren nicht sagen müssen Schön wars, hätten wir doch ,oder eben nicht !!!!!!!

Ich hoffe doch sehr, nein, ich bin überzeugt, das sich jedes Mitglied voll und ganz für den Erhalt dieses Stammes einsetzt, auch wenn es dadurch, ein paar Kilo weniger an  Forellenfilets gibt.

Dieses neue Gesetz gilt übrigens für den ganzen Kanton St. Gallen  und nicht, wie vielfach angenommen nur für den Rhein. Zudem wurde das neue Gesetz von einer Kommission unter dem Vorsitz von Guido Ackermann erarbeitet.

Das Angeln auf Äschen und Felchen  ist  nach dem ersten Oktober weiterhin erlaubt und speziell die Felchenfischerei war bis Ende Oktober  besonders ergiebig. Anmerkung in eigener Sache :  Leider ist noch nicht jedem Rheinfischer klar,  dass das setzen, also angeln auf Grund, in der Forellenschonzeit verboten ist.  Dies  hat uns bei  Widerhandlung veranlasst, härter durchzugreifen und keine Verwarnungen mehr auszusprechen,  sondern sofort eine Verzeigung vorzunehmen. Ich möchte  Euch ebenfalls bitten, auf Felchen und Äschen nur mit dem Kunstköder zu fischen.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Vereinsjahr 2009 war die Auflösung der IKFA,   welche meiner Meinung nach zur Hauptsache wegen der neuen Verordnung und Streitereien mit dem Vorarlberg  zustande kam.

Meine Bitte an alle, nur gemeinsam sind wir stark, also besser miteinander als  gegeneinander !

Als weiteren Kritischen Punkt sehe ich den Rücktritt von Herbert Ertl und Michael Fiechter als Präsidenten des Kantonalen Verbands. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine bessere Besetzung des Präsidiums geben kann. Wir müssen uns somit überlegen, aus dem Verband auszutreten, da wir immer den direkten Weg zum Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen einschlagen müssen. Der Rhein ist kein Pacht- sondern Patent – Gewässer des Kantons. Es würden dem Rhein-Fischer Verein ca. CHF. 1000.- mehr verbleiben, welche für den Besatz von Jung-Äschen auf der St.Galler Seite sinnvoll verwendet werden  könnten.

Zu Beginn der Forellensaison führten wir auch in diesem Jahr unser traditionelles Vereinsfischen  durch. Die diesjährigen Rheinkönige hießen  auf dem ersten Rang  Hans Stacher mit 2 Forellen 44 und 50 cm mit einem gesamt Gewicht von 2344g ,auf dem zweiten Rang Daniel Keim mit einer Forelle von 52 cm und 1602g und auf dem dritten Rang Peter Schumont mit zwei Forellen 32 und 46 cm 1448g. Nochmals herzliche

Gratulation seitens des Vorstandes.

Unsere fünf Vorstandssitzungen haben wir wie gewohnt in Oberriet im Hotel Kreutz abgehalten. Des weiteren möchte ich dem ganzen Vorstand für den geleisteten Einsatz in Sachen SaNa, Fischbesatz, div. Sitzungen mit der IKFA, dem Kant.Verband,div.Aemtern und und und recht herzlich danken. Auf das Thema SaNa und Fischbesatz werden wir später noch tiefer eingehen. Unser alljährliches Vorstands- Fischen führte uns dieses Jahr ins Oetztal, da wo die Fliegenruten angeblich länger sind als die Flüsse breit ! Leider konnte ich aus privaten Gründen an diesem Anlass nicht teilnehmen. Somit möchte ich meinen Bericht schliessen und wünsch euch und euren Familien ein erfolgreiches 2010, viel Gesundheit und ein saftiges Petri-Heil.

Euer Präsident

Urs Schwendener

 

 

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