Steelhead-Eröffnung 1.2.04 am Alpenrhein

Antonio Capobianco heisst der König des Rheinfischervereins – grösste Forelle wiegt 2120 Gramm


Rheintalische Volkszeitung
02.02.2004 von Mäx Hasler

Böse Zungen behaupten, langweiliger als Fischen sei, einem Fischer zuzusehen. Gestern hatte diese böswillige Unterstellung keine Daseinsberechtigung, denn das Wettfischen des Rheinfischer Vereins am Rhein, das genau auf den Eröffnungstag der Forellensaison gefallen ist, war spannend, obwohl der Wettkampf eigentlich entschieden war, bevor er richtig angefangen hatte. Schon früh machte nämlich die Meldung die Runde, dass ein auswärtiger Fischer eine 56 Zentimeter grosse Regenbogenforelle gefangen hatte. Das war eigentlich noch nichts Besonderes, denn im Rhein sind schon grössere Exemplare gefangen worden. Die grösste Regenbogenforelle holte bisher Wisi Langenegger aus Heerbrugg aus dem Rhein, allerdings nicht an einem Wettfischen. Sein 82 Zentimeter grosses Exemplar ist aber noch nicht Schweizer Rekord, dieser liegt bei 86 Zentimetern.

Ansporn, es besser zu machen
Dieser 56 Zentimeter Fisch der die Runde machte, war aber für die am Wettkampf teilnehmenden Fischer ein Ansporn, es besser zu machen, denn vielleicht lachte das Glück auch anderswo. Zum Beispiel bei Oliver Balmer aus Rüthi, der schon seit 7 Uhr in der Früh versuchte, eine prächtige Regenbogenforelle an die Angel zu kriegen. Bis um 14 Uhr hatte er noch nichts gefangen, zwei grössere Exemplare seien ihm, kurz bevor er sie in der Reuse hatte, leider entwischt.
 
Besser machte es Antonino Capobianco. Seine Regenbogenforelle mit einer Grösse von 56 Zentimetern und einem Gewicht von 2120 Gramm wurde nicht mehr übertroffen und der St. Galler darf sich nun mit dem Titel Rheinkönig 2004 schmücken. Dieser Titel bring zwar finanziell nichts, aber man kennt den «König» nun, wenn er mit seiner Angel am Rhein auftaucht. Auch für Fridolin Scherrer aus Widnau, der einen 50 Zentimeter grossen und 1420 Gramm schweren Fisch am Haken hatte und für Erwin Schlotter aus Mörschwil, sein Fisch wog genau 1000 Gramm und war 47 Zentimeter gross, machte sich die Geduld bezahlt. Alle drei durften nebst dem Fang einen Naturalpreis entgegennehmen, der etwas mit ihrem Hobby zu tun hatte.

Ideale Voraussetzungen
Die Voraussetzung zum Fischen waren gestern geradezu ideal. Es sei zwar noch etwas früh, die Fische kommen erst langsam aus dem See und ziehen Richtung Bündnerland. Der beste Monat sei der September. Dies hielt aber viele Petrijünger nicht davon ab, an ihrem vertrauten Plätzchen auf den grossen Wurf zu hoffen. Die gefangenen Fische seien von sehr guter Qualität. Dies ist allerdings auch kein Wunder, denn welcher Fisch kann schon in Passugger-, Rhäzünser- oder Valserwasser aufwachsen. Andere böse Zungen behaupten nämlich, um Fische aus dem Unterrhein zu braten, (unterhalb von Basel), werde kein Fett mehr gebraucht , da sei das Öl schon dran. Einige der gefangenen Fische hatten aber Blessuren, die angeblich von Schnäbeln der Kormorane oder Fischreiher herführen. Wenn der Fisch nicht das Mindestmass hatte, bei Regenbogenforellen sind dies 22 Zentimeter, bei Seeforellen 40 und bei Bachforellen 25 Zentimeter, wurde dieser wieder ins Wasser zurückbefördert. Die grösste Regenbogenforelle (62 Zentimeter) an einem Wettfischen um den Rheinkönig zog bisher Fritz Moser aus Rebstein vor zwei Jahren an Land. 

Die Rangordnung:

1. Capobianco Toni                 1 RF  56 cm        2120 g   (Rheinkönig 2004)

2. Scherrer Fridolin                  1 RF  50 cm        1420 g

3. Starcher Hans                      2 RF 44+32 cm   1200 g

4. Schlotter Erwin                     1 RF  47 cm        1000 g

5. Keim Daniel                          1 RF  42 cm          900 g

6. Rüesch Helmuth                   1 RF  40 cm          840 g

Ausser Konkurrenz fing  Christ Federer an der Eröffnung eine 65cm langen Regenbogenforelle.

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